Dienstag, 13. Dezember 2011

Zitate "Selbstverwirklichung"

Heute möchte ich einen meiner Lieblingsschriftsteller zu Wort kommen lassen, den das Thema Selbstverwirklichung sehr beschäftigt hat: Hermann Hesse!
  • "Es gibt für Jeden keinen andern Weg der Entfaltung und Erfüllung als den der möglichst vollkommenen Darstellung des eigenen Wesens. "Sei Du Selbst" ist das ideale Gesetz [...]
    Dass dieser Weg durch viele moralische und andere Hindernisse erschwert wird, dass die Welt uns lieber angepasst und schwach sieht als eigensinnig, daraus entsteht für jeden mehr als durchschnittlich individualisierten Menschen der Lebenskampf. Da muss jeder für sich allein, nach seinen eigenen Kräften und Bedürfnissen, entscheiden, wie weit er sich der Konvention unterwerfen oder ihr trotzen will."
    (Quelle: Eigensinn macht Spaß)
  • "Ich wollte ja nichts als das zu leben versuchen, was von selber aus mir heraus wollte. Warum war das so sehr schwer?"(Quelle: Demian)
  • "Indem ein Mensch mit den ihm von Natur gegebenen Gaben sich zu verwirklichen sucht, tut er das Höchste und einzig Sinnvolle was er tun kann." (Quelle: Narziss und Goldmund)
  • "Der wahre Beruf des Menschen ist, zu sich selbst zu kommen"

Montag, 28. November 2011

Ich verzichte gerne!

Haben Sie schon mal bewusst und freiwillig ein paar Tage auf etwas verzichtet, was Ihnen wichtig ist?
Zum Beispiel die heißgeliebte Schokolade oder den morgendlichen Kaffee?
Wenn Sie dann das erste Mal wieder ein Stück Schokolade essen, schmeckt es doppelt so gut! Oder Sie haben vielleicht festgestellt, dass es auch ohne geht....

Indem wir uns einige Zeit in Abstinenz üben, lernen wir uns besser kennen. Verzicht deckt Abhängigkeiten, Gewohnheiten und wahre Werte bzw. Bedürfnisse auf - bewusster Verzicht befreit!
Ich habe mehrfach Auszeiten auf einer Almhütte gemacht, auf der es keinen Strom, keinen Kühlschrank, keinen E-Herd, keinen Fernseher, kein Radio gab.
Zu Beginn ist es ungewohnt. Selbstverständliche Abläufe müssen neu organisiert werden, Kreativität und Einfallsreichtum sind gefragt.
Gleichzeitig habe ich ein Gefühl von Dankbarkeit für meinen Wohlstand, meine Annehmlichkeiten zu Hause entwickelt. Und ich habe gemerkt, dass ich viele Sachen zum Glücklich sein gar nicht brauche. 

Stellt sich die Frage, wie man für sich "Glück" definiert?
Die Antwort darauf kennen nur Sie selbst - oder sind Sie noch auf der Suche nach einer Antwort?

Ich kann inzwischen sagen, was für mich "Glück" bedeutet, aber bis dahin war es ein langer Prozess. Entscheidend dazu beigetragen hat für mich bewusstes Verzichten, wodurch ich viel Freiheit, Genussfähigkeit und Dankbarkeit gewonnen haben!

Probieren Sie es doch einfach mal im Kleinen aus - vielleicht wächst dann die Lust auf ein größeres Abenteuer?

Sonntag, 20. November 2011

Spieglein, Spieglein....

"Wenn ich xy schon sehe, bekomme ich die Krise"
"Es gibt Menschen, mit denen kann ich gar nicht"

Jeder von uns trifft immer wieder auf Menschen, die bei uns "Knöpfe" drücken. Dabei sagen Begegnungen immer auch etwas über uns aus - wir werden durch andere gespiegelt!
Stehen wir einer Person/einer Situation neutral gegenüber, hat das mit uns selber nicht viel zu tun. Ruft eine Person/eine Situation jedoch starke Gefühle in uns hervor, wird es interessant.

Ein Beispiel:
Die Tochter einer Freundin unterbricht immer wieder Ihr Gespräch.
1. Sie nehmen es wahr, aber regen sich nicht weiter darüber auf.
2. Sie werden wütend! Sie fallen dem Kind ins Wort oder sagen Ihrer Freundin/dem Kind die Meinung!
3. Sie ziehen sich zurück, fühlen sich übergangen und sagen einfach gar nichts mehr.

Lassen wir einmal außen vor, das Verhalten des Kindes zu bewerten.
Entscheidend ist Ihre Reaktion auf das Verhalten.
zu 1: Das Verhalten hat mit Ihnen nichts weiter zu tun.
zu 2: Das Verhalten des Kindes spiegelt Ihnen Ihr eigenes wider. Sie scheinen mit ähnlichen Verhaltensweisen zu tun zu haben.
zu 3: Hier wird Ihnen das Gegenteil gespiegelt - z.B. mangelndes Einstehen für Ihre Bedürfnisse, zu wenig Selbstvertrauen.

Wenn ich jemandem vorwerfe, er sei selbstverliebt, mangelt es mir vielleicht an Eigenliebe? Oder werde ich mit meiner eigenen Selbstverliebtheit konfrontiert? 

Um herauszufinden, was Ihnen gespiegelt wird, ist Ehrlichkeit gefragt.
Die grundsätzliche Frage lautet daher: Was hat das mit mir zu tun? Was kann ich über mich lernen?
Der Alltag bietet unendliche Gelegenheiten, in denen wir gespiegelt werden: Die eigenen Kinder, das Haustier, der Partner, Freunde,...
Bei aller Selbstreflexion sollte jedoch eines im Vordergrund stehen: Der Spaß an der persönlichen Entwicklung!
Es geht nicht um Verbissenheit oder Härte sich selbst gegenüber. Vielmehr können wir dankbar sein über die vielfältigen Möglichkeiten, uns besser kennenzulernen.

Samstag, 12. November 2011

Beim Universum bestellen?

In den letzten Monaten habe ich viele Ratgeber gelesen, u.a. auch "The Secret" und "Bestellungen beim Universum". 
Was darin steht, klingt so einfach: Man muss etwas von ganzem Herzen wollen, es sich fest wünschen und dann zieht man es magnetisch an! Ganz einfach, oder?
So etwas klingt unheimlich verlockend und suggeriert uns Mühelosigkeit. Wer möchte sich für Erfolg schon richtig ins Zeug legen, wenn es doch so leicht sein kann? 

Ich stehe diesen Ratgebern inzwischen sehr skeptisch gegenüber, denn wie fühlt sich der Wünschende, wenn sein Wunsch nicht Wirklichkeit wird?
Er hat versagt! Es war sein Fehler, denn offensichtlich hat er nicht richtig gewünscht oder hatte heimliche Zweifel. Je nachdem, um was für ein Thema es sich handelt, kann das einen Menschen in tiefe Verzweiflung stürzen. Er wünscht und wünscht, versucht mit aller Macht, positiv zu denken, aber das Ergebnis will sich nicht einstellen.
 

Meiner Meinung nach kommt es vielmehr hierauf an:
  • sich klare Ziele zu setzen
  • zu handeln statt abzuwarten
  • offen zu bleiben und Chancen zu erkennen
Es ist hilfreich, sich sein Ziel zu visualisieren und Fallstricke in der eigenen Denkweise zu erkennen.
Wer ein Ziel negativ formuliert, tappt in die "Denkfalle". Unser Gehirn kann sich nämlich das Wörtchen "nicht" nicht vorstellen und streicht es einfach weg.
Aus "Ich möchte nicht mehr so viel Schokolade essen" wird dann "Ich möchte so viel Schokolade essen" und schon kreisen unsere Gedanken nur noch um Schokolade.
Stattdessen sollte das gewünschte Ziel deutlich formuliert werden à la "Ich gehe dreimal in der Woche 30 Minuten joggen und esse jeden Tag 2 Äpfel". Das ist überprüfbar und Sie können Ihren Fokus darauf ausrichten.
Wünschen ohne zu handeln kann nicht funktionieren - zumindest nicht für den Besteller. Für den Autoren rentiert sich die Hoffnung der Leser bestimmt....

Montag, 17. Oktober 2011

Sich selbst verwirklichen

Sich selbst zu verwirklichen, das ist der Wunsch vieler Menschen. Für manche bleibt es beim Wünschen, andere machen sich auf den Weg. 

Es gibt kein "Rezept", wie man sich selber verwirklicht. Es ist vielmehr ein sich selbst Kennenlernen, eine bewusste Reise zum eigenen Kern. Es geht darum, sich ein Umfeld zu schaffen, in dem man aufblühen kann. Ein Umfeld, in dem sich die eigenen Fähigkeiten und Bedürfnisse entfalten können.
Der Prozess der Selbstverwirklichung ist nie zu Ende. Er kann zwischenzeitlich sehr schmerzhaft sein, uns mit verdrängten Gefühlen und Bedürfnissen konfrontieren. Er kann uns vor Augen führen, dass wir jahrelang gegen unsere Natur gelebt haben. Und vielleicht wissen oder spüren wir auch gar nicht mehr, was unsere Natur wirklich ist?

Manchmal ist es ein Buch, das in uns etwas Verborgenes zum Schwingen bringt. Manchmal ist es eine immer größer werdende Unzufriedenheit und manchmal auch ein Schicksalsschlag, der einen Umbruch nach sich zieht. 
Wie schreibt es Hermann Hesse in Narziss und Goldmund über Selbstverwirklichung so treffend: "Dort, wo wir von der Potenz zur Tat, von der Möglichkeit zur Verwirklichung schreiten, haben wir Teil am wahren Sein [...]"
Auch ich habe mich vor ein paar Jahren auf die Reise zu mir selbst begeben, indem ich mein Angestelltenverhältnis gekündigt habe. Seitdem ist Bewegung in mein Leben gekommen, das kurz vor der Stagnation stand.

Wohin mich meine Reise führt?
Ich weiß es nicht, aber ich erkenne inzwischen rechtzeitig die Signale, die mir zeigen, ob ich mich von mir entferne oder bei mir bleibe.

Passend dazu habe ich heute dieses Zitat gelesen: "

Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will"

Freitag, 30. September 2011

Aus Schwächen Stärken machen

Wie oft werden wir im Alltag mit "Etiketten" behaftet oder stecken uns selber in eine Schublade.
Dabei haben alle Dinge im Leben zwei Seiten. Kein Verhalten, keine Eigenschaft ist grundsätzlich schlecht.
Kreatives Umdeuten kann helfen, aus einer vermeintlichen Schwäche eine Stärke zu machen.

Wieso sollten Sie das tun?
Weil es sich besser anfühlt- und jeder von uns hat das Recht, sich gut zu fühlen! Negative Gedanken erzeugen unnötig Stress.
Deshalb gebe ich Ihnen heute ein paar Beispiele, in denen Sie sich vielleicht wieder entdecken. Lesen Sie sich die folgenden Sätze durch und lassen Sie beide Varianten auf sich wirken.
  • Vorwurf: "Du bist so unordentlich"=> "Ich nehme mir meinen Raum"
  • "Ich kann mich nie entscheiden" => Ich bin bedächtig, hole mir verschiedene Perspektiven ein
  • "Ich sage oft zu schnell etwas, was ich nicht wollte" => Ich bin spontan
  • "Ich handel oft unüberlegt" => Ich bin temperamentvoll
  • "Ich bin manchmal viel zu schüchtern" => Ich nehme mir Zeit, gewisse Dinge/Situationen erst einmal wahrzunehmen
Eine weitere Möglichkeit ist es, vermeintlichen Schwächen einen anderen Kontext zu geben. In welchen Situationen könnte genau dieses Verhalten nützlich sein?

Diese Übung kann man mit Freunden machen, aber auch alleine. Schreiben Sie sich Verhaltensweisen/Eigenschaften auf, die Sie stören oder die man an Ihnen kritisiert. Danach geben Sie diesem Verhalten, der Eigenschaft eine positive Bedeutung. Was ist daran gut? In welchen Zusammenhang ist sie für Sie hilfreich?
Ich habe zum Beipsiel die "Macke", dass ich im Restaurant meistens Sonderwünsche habe. Manch eine Begleitung nervt das und mir wurde vorgeworfen, ich sei "schwierig". Wie sehe ich es? Ich kenne meine kulinarischen Vorlieben und nehme mir das Recht, diese zu äußern.
Also, viel Spaß beim kreativen Umdeuten!

Sonntag, 18. September 2011

Man sieht nur mit dem Herzen gut

...das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar"
Fast jeder kennt diesen Satz von Antoine de Saint-Exupery.
Was dieser Satz für mich bedeutet, möchte ich Ihnen anhand eines Beispiels aus meinem Leben verdeutlichen.
Ich habe drei Hunde, von denen einer 11 Jahre alt ist. Eine alte Dame mit grauem Schnäuzchen und einem sehr eigenwilligen Kopf. Fine ist hinten ein bisschen "höher gelegt" als vorne und hat viele Macken und Schrammen am Körper.
Als ich Fine zum ersten Mal von 3,5 Jahren gesehen habe, habe ich sie mit meinem Herzen gesehen! Sie war - und ist es bis heute - für mich etwas ganz Besonderes. Es besteht eine tiefe Herzensverbindung zwischen ihr und mir. Ihre Macken, Schrammen, optischen Eigenheiten, all das zeichnet sie aus. Für all ihre schrägen Einfälle liebe ich sie. Fine ist einfach Fine - sie so anzunehmen, wie sie ist, fällt mir leicht!

Wie sieht es mit diesem unverfälschten "Herzensblick" dagegen auf uns selber aus?
Wie oft stehen wir vor dem Spiegel und meckern an uns herum? Wie oft kritisieren wir uns für Missgeschicke? Erkennen wir unsere eigene Einzigartigkeit wirklich an?
In einem Buch habe ich neulich diesen Satz gelesen: "Wir setzen uns für artgerechte Tierhaltung ein und leben selber immer weniger artgerecht. Wir entfremden uns immer mehr von der Natur und uns selbst"

Ja, man sieht nur mit dem Herzen gut, denn dann finden keine Bewertungen oder Abwertungen statt. Diesen wertfreien, warmen Blick sollten wir uns selber gönnen, so oft es geht!
Je herzlicher wir mit uns selber umgehen, umso besser gelingt es uns auch mit anderen.

Sonntag, 11. September 2011

Nicht versuchen, sondern machen!

Stellen Sie sich bitte vor einen Stuhl und nun versuchen Sie bitte, sich hinzusetzen.
"Ich soll versuchen, mich hinzusetzen? Entweder setze ich mich oder nicht"
Genau darum geht es: Sie können es machen oder es lassen. Zu versuchen, etwas zu tun, ist im Grunde nicht möglich.

Unsere Sprache ist trügerisch. Unseren Gedanken werden zu Worten, den Worten folgen Taten. Welche Tat folgt also dem Satz "Ich versuche es?". In den meisten Fällen dient diese Formulierung als Ausrede. "Ich versuche, zu deiner Party zu kommen." Entweder sage ich zu oder ich sage ab oder ich stehe dazu, dass ich mich noch nicht festlegen möchte.
"Ich versuche ab morgen, mehr Sport zu machen". Soso....entweder machen Sie mehr Sport oder nicht. Der Versuch ist eine (Selbst-)Täuschung, die Sie Ihrem Ziel nicht näher bringt, sondern das Vorhaben auf wackelige Beine stellt.

Eine kleine Übung für Ihr Selbst-Bewusstsein: Achten Sie in der nächsten Woche darauf, wie oft Sie von "ich versuche es" sprechen. Überlegen Sie dann, worum es Ihnen wirklich geht.
Wollen Sie etwas machen? Dann planen Sie konkrete (vielleicht auch nur kleine) Schritte und setzen diese um.
Sie wollen es nicht machen? Dann seien Sie sich und dem anderen gegenüber ehrlich und üben sich darin, zu Ihrer Meinung zu stehen.
Sie sind noch unentschlossen und wollen sich nicht festlegen? Was benötigen Sie, um eine Entscheidung zu treffen? Ist es vielleicht die Sorge, der andere könnte  sauer oder enttäuscht über Ihre Antwort sein? Das ist nicht Ihre Verantwortung, bleiben Sie bei sich!

Ihr Leben wird dadurch an Klarheit gewinnen und auch für andere werden Sie greifbarer.

Montag, 5. September 2011

Vom Problem zum Ziel

Gibt es ein bestimmtes Thema, bei dem Sie einfach nicht weiterkommen?
Sie haben sich etwas vorgenommen, scheitern aber immer wieder?
In diesen Fällen kann eine Ziel-Problem-Aufstellung (ZPA) hilfreich sein. Dieses Format kommt aus der systemischen Strukturaufstellung nach Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibéd (Definition Wikipedia).

"Ein Problem ist ein Ziel, das auf dem Kopf steht".
Diese Form der Aufstellung kann bei jedem Problem angewendet werden. Sei es, dass Sie sich mehr Selbstbewusstsein wünschen, abnehmen wollen oder ein berufliches Ziel verfolgen.
In einer ZPA wird zuerst Ihr konkretes Ziel definiert. Manchmal ist dieses Ziel jedoch noch gar nicht richtig klar und muss erst raus gearbeitet werden.
Dann richten wir den Blick auf Fähigkeiten, die Sie zur Erreichung des Ziels mitbringen, die Sie unterstützen.
Allerdings gibt es auch Hindernisse, die bisher dafür gesorgt haben, dass Sie das Ziel nicht erreicht haben. Auch diese werden in die Aufstellung einbezogen. Ebenso der unbewusste "verdeckte Gewinn", der Nutzen, den Sie durch die Aufrechterhaltung des Problems haben.
Auch wichtig ist die zukünftige Aufgabe, die nach dem Erreichen des Ziels auf Sie wartet.

Die einzelnen Anteile (Ziel, Hindernisse, Ressourcen,...) werden, z.B. in Form von Pappfiguren, von Ihnen im Raum aufgestellt. In der Zusammenstellung all dieser Teile liegt das eigentliche Problem.
Angeleitet durch den Coach nehmen Sie nun die Position aller beteiligter Teile ein.
So finden Sie heraus:
  • wofür sind die Hindernisse/der verdeckte Gewinn gut?
  • Was möchten diese für Sie sicherstellen?
  • Wie können die Hindernisse Ihnen auf andere Weise dienlich sein, so dass Sie Ihr Ziel angehen können?
Durch eine ZPA können Sie all diese Teile wieder "in Ordnung" bringen und Ihr Ziel in Angriff nehmen.
Die ZPA ist eine Methode, mit der ich sehr gerne arbeite, weil sie ganz neue Aspekte liefert, das Innenleben sichtbar macht und nachhaltig wirkt - kein Hokuspokus, sondern ein ganz fundiertes Coachingformat!

Donnerstag, 1. September 2011

Gedanken verursachen Gefühle

Haben Sie sich heute schon geärgert? 
Oder vielleicht Sorgen gemacht? 
Oder ärgern Sie sich noch immer über etwas, das schon Stunden zurück liegt?

Gedanken verursachen Gefühle. Jeder negative Gedanke führt zu einem unangenehmen Gefühl. Und mit einem Gefühl sind körperliche Reaktionen verbunden. Das heißt, ein negativer Gedanke führt zu einer körperlichen Reaktion (Anspannung, Verkrampfung, Anstieg des Blutdrucks,...)

Machen Sie folgenden Versuch: Lockern Sie Ihre Muskeln, entspannen Sie sich. Und nun stellen Sie sich eine Situation vor, in der Sie sich ärgern. Gelingt es Ihnen, dabei körperlich entspannt zu bleiben?
Nein, das kann nicht gelingen!
Das heißt im Umkehrschluss, dass Sie über körperliche Entspannung Einfluss auf Ihre Gefühle nehmen können. Wenn Sie sich aktuell ärgern oder Sorgen machen, machen Sie folgende Übung:
  • atmen Sie tief in den Bauch ein, als wollten Sie einen Ballon aufpusten
  • spannen Sie möglichst viele Muskeln gleichzeitig an und halten Sie die Luft an (5-7 Sekunden)
  • lassen Sie die Anspannung los und atmen Sie gleichzeitig durch den Mund aus
  • wiederholen Sie die Übung so oft, bis Sie sich ruhiger fühlen
Das ist eine Blitzentspannung, um in einer akuten Stress-Situation etwas ein wenig ruhiger zu werden.
Langfristig ist es jedoch wichtig, sich Ihrer Gedanken bewusst zu werden und sich im mentalen Training zu üben. Hierzu gibt es einen sehr schönen Spruch: "Wenn die Menschen wüssten, wie sehr ihre Gedanken ihre Gesundheit beeinflussen, würden Sie entweder weniger oder anders denken"

Sonntag, 28. August 2011

Die Froschkönigin ist online

Es ist soweit, die Froschkönigin ist online!
Unter neuem Namen geht es weiter mit SelbstWert-Coaching für Frauen. Das neue Motto "Selbstwert ist Gold wert" verdeutlicht, wie wichtig ein gutes Selbstwertgefühl ist.
Einerseits ist es entspannend, in sich selbst zu ruhen und seine Stärken, Fähigkeiten und Bedürfnisse zu kennen.
Andererseits ist es auch für das berufliche Weiterkommen wichtig, sich seines Wertes bewusst zu sein. Dabei kann es um den Aufstieg in eine höhere Position gehen oder aber um das Verhandeln von Preisen oder dem Gehalt.

Froschkönigin Coach richtet sich an Frauen, die sich, beruflich oder privat, ihres eigenen Wertes bewusst werden und in ihr Selbstvertrauen investieren wollen!

Im Blog stelle ich Ihnen weiterhin interessante Bücher und Informationen rund um ein selbstbewusstes, selbstbestimmtes Leben vor.

Freitag, 19. August 2011

MoveOn verabschiedet sich...

Wo Altes weicht, kann Neues entstehen!
Seit Juli 2011 hat MoveOn eine inhaltliche Neuausrichtung. Danach entstand bei mir das Bedürfnis, dem Kind einen neuen Namen zu geben und auch den Webauftritt anzupassen.
Diese Änderungen liegen in den letzten Zügen und ich freue mich darauf, nächste Woche online zu gehen!
Den Blog wird es natürlich, unter dem neuen Namen, weiterhin geben!
Die Tage von MoveOn sind also gezählt und ich verrate nur so viel: euch erwarten goldene Zeiten! :-)



Mittwoch, 10. August 2011

Energieräuber & Energielieferanten

Selbst-Bewusstsein bedeutet, sich seiner Bedürfnisse, Vorlieben, Stärken, Fähigkeiten, aber auch Schwächen und Abneigungen bewusst zu sein.
Dazu gehört für mich auch, zu wissen, welche Dinge/Tätigkeiten/Menschen mir guttun und Energie liefern im Vergleich zu denen, die mir Energie rauben.

Manchmal sind es Menschen, deren Kontakt uns nicht stärkt, sondern unseren Akku leert. Genauso gibt Tätigkeiten oder Dinge, die uns Energie rauben. Dabei hat jeder ein anderes Empfinden. Die eine tankt bei einem Stadtbummel auf, die andere stresst schon der Gedanke daran.
Mein persönliches Ziel ist es, möglichst viel von dem zu tun, was mir Energie liefert und mich mit Menschen zu umgeben, in deren Gesellschaft ich mich wohlfühle. Umgekehrt reduziere ich, soweit es geht, alles, was mich schwächt. 

Eine andere Option ist es, die Perspektive zu ändern bzw. damit zu spielen. Aus "ich muss noch aufräumen" mache ich dann "ich möchte noch aufräumen, weil ich mich dann wohler fühle". Ein "Muss" erzeugt Druck - ein "ich möchte", "ich darf", "ich sehe die Notwendigkeit" beinhaltet mehr Selbstbestimmung.
Machen Sie immer mal wieder eine Bestandsaufnahme und entrümpeln Sie Ihre Energieräuber - weil Sie es sich wert sind!

Dienstag, 2. August 2011

Buchtipp "Das Ende der Ausreden"

"Ich schaffe es einfach nicht "Nein" zu sagen", "Ich kann doch nicht einfach...", "Ich würde ja gerne, aber...", "Wir Wassermänner sind halt so", "In unserer Familie sind alle so chaotisch"

Ausreden über Ausreden. Jeder von uns benutzt welche und das ist völlig normal.
Das Buch von Brigitte Roser beschäftigt sich aber mit den Ausreden, mit denen wir uns selber blockieren und durch die wir in unserer Entwicklung steckenbleiben.

Frau Roser erwischt uns mit ihrem Buch genau an den wunden Punkten. Was mir besonders gut gefällt, ist, dass sie nicht mit platten Tipps um die Ecke kommt. Vielmehr ermutigt sie den Leser, sich auf den Weg zu machen, für sich und seine Bedürfnisse einzustehen und für sein Handeln Verantwortung zu übernehmen - raus aus der Opferrolle und ab in die Aktivität!
Das Lesen macht auch deshalb Spaß, weil ihr Schreibstil locker und gut lesbar ist und die Inhalte perfekt aufbereitet sind.

Nach der Lektüre folgt für die meisten Leser wahrscheinlich das Erkennen der eigenen Ausreden. Das ist der 1. Schritt zur Veränderung, denn dann können Sie sich bewusst entscheiden: Will ich wirklich etwas ändern?
Nein? Dann hören Sie mit dem Jammern auf und stehen zu Ihrer Entscheidung.
Ja? Dann können Sie ebenfalls mit dem Jammern aufhören und Ihr Leben selbstbestimmt in die Hand nehmen.

Mittwoch, 27. Juli 2011

Die Schwächen der selbstständigen Frauen

Neulich bin ich auf einen Artikel gestoßen, in dem es um die Defizite von Unternehmerinnen geht.
Die häufigsten Stolpersteine von selbstständigen Frauen sind:
1. zu wenig Selbstbewusstsein
2. Unsicherheit bei Verhandlungsgesprächen
3. zu wenig Networking
4. Perfektionswahn
5. zu hohes Harmoniebedürfnis
6. unscheinbares Auftreten, zu viel Zurückhaltung

Oft verbergen sich dahinter hinderliche Überzeugungen, sogenannte Glaubenssätze. Wenn Sie zum Beispiel denken "über Geld spricht man nicht", dann wirkt das als selbstbestätigende Prophezeiung - die Unsicherheit bei Verhandlungsgesprächen ist vorprogrammiert!
Oder nehmen wir "ich muss alles alleine machen, sonst geht es schief" - hier ist ein 48 Stunden Tag zu erwarten!
Sehr weit verbreitet ist bei Frauen auch "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold" - Viel Spaß beim Networking ;-)

Wenn Sie sich bei einem der oben genannten Punkte "ertappt" fühlen, dann lohnt sich ein genauerer Blick - machen Sie Ihrem Erfolg die Bahn frei!

Sonntag, 24. Juli 2011

MoveOn mit neuer Ausrichtung

MoveOn - das gilt auch für mich!
In den letzten Monaten hat sich für mich herauskristallisiert, wie sehr mein Herz für diese Themen brennt: Selbstverwirklichung, innere Gelassenheit und Authentizität! Aus diesem Grund habe ich das Angebot von MoveOn angepasst.

"Finde heraus, was du gerne tust und dann tu`s"
Ich begleite Frauen in beruflichen und privaten Anliegen und ermutige sie, ihr Potenzial zu leben. 
Als besonderes Highlight biete ich im nächsten Jahr die Alm-Auszeit an, eine Expedition zu sich selbst. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

Das Leben ist jetzt - verschieben Sie es nicht auf später!
 

Freitag, 15. Juli 2011

Die Macht der Mini-Schritte

Haben Sie sich in der letzten Zeit mal etwas vorgenommen und es dann doch nicht geschafft, den Vorsatz in die Tat umzusetzen? Oder haben Sie es versucht, sind dann aber nach einiger Zeit in alte Muster verfallen?

Das ist uns wahrscheinlich allen schon passiert und meistens sagen wir uns dann "beim nächsten Mal klappt es bestimmt, ich muss es nur richtig wollen". Das kann funktionieren, muss aber nicht. Selbst, wenn wir etwas wirklich wollen, steht uns die Macht der Gewohnheit im Weg. Obwohl wir uns so sehr wünschen, endlich regelmäßig Sport zu machen, finden wir uns abends doch auf der Couch sitzend statt joggend im Wald wieder. 

Um eine neue Gewohnheit zu etablieren, braucht es einige Wiederholungen und daher....Geduld! Wenn wir uns zu viel vornehmen, signalisieren wir unserem Gehirn "Alarm" Alleine der Gedanke, von jetzt auf gleich 30 Minuten joggen zu gehen, erscheint uns dann zu viel und wir finden gute Gründe, es nicht zu tun.

Wie klappt es stattdessen besser?
Wir tricksen unser Gehirn einfach aus, in dem wir den neuen Vorsatz in winzigste Schritte zerlegen. Das dauert zwar ein wenig länger, ist aber in der Regel effektiver, weil wir den inneren Widerstand umgehen. Anstatt also direkt 30 Minuten joggen zu gehen, beginnen wir damit, jeden Abend um die gleiche Zeit die Joggingschuhe anzuziehen, damit einmal durch die Wohnung zu laufen und das war es!
Diese Übung ist so klein, dass unser Gehirn sie nicht als "bedrohlich" empfindet. Sobald sich das tägliche Schuhe anziehen zu einer Routine entwickelt hat, erfolgt eine nächste Steigerung.

"Das ist aber müßig" denken Sie jetzt vielleicht?

Wenn es so leicht wäre, alte Gewohnheiten abzulegen, würden wahrscheinlich viel mehr Neujahrsvorsätze in die Tat umgesetzt. Es mit den Mini-Schritte-Methode zu versuchen heißt, sich langsam aber stetig auf das Ziel zuzubewegen und dabei Erfolge zu verzeichnen. Es heißt nicht umsonst: "Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt" und nicht "mit dem ersten Riesensprung" :-)

Freitag, 8. Juli 2011

"Erfolgsprinzip Persönlichkeit"

Wenn Sie mich fragen, wie viele Ratgeber ich in den letzen Jahren gelesen habe, kann ich es nicht beantworten. Es waren viele, sehr viele! 
Manch ein Buch gerät in Vergessenheit, kaum dass ich es aus der Hand gelegt habe.

Andere Bücher wirken nach, über Wochen oder Monate. Eines dieser Bücher ist "Erfolgsprinzip Persönlichkeit" von Dietmar Hansch.
Dieses Buch ist keine leichte Kost, die man zwischen Tür und Angel liest. Vielmehr ist es ein umfassendes Werk, das sich mit dem "System Mensch" befasst.
Hier ein paar Schlagworte, die in dem Buch näher beleuchtet werden:
  • Selbstmanagement
  • Systemtheorie
  • Sozialkompetenz
  • Kreativität
  • Meditationstechniken
  • Führungspsychologie
  • Zeitmanagement
All das verbindet Dietmar Hansch gekonnt zu einem großen Ganzen. Besonders beeindruckt hat mich an diesem Buch das wirklich umfangreiche fachliche Wissen, aber auch die erfrischend sympathische und zurückhaltende Art von Herrn Hansch.
Wer sich nicht davor scheut, mitzudenken und verstehen möchte, wie effektives Selbstmanagement aussehen kann, dem empfehle ich dieses Buch wärmstens!


Sonntag, 19. Juni 2011

Im Gehen Probleme lösen

Neulich bin ich auf diesen Buchtitel aufmerksam geworden "Nimm dein Problem und geh los" von Thom Hartmann (englisch:"Walking your Blues away")
Auch ohne das Buch bisher gelesen zu haben, kann ich aus eigener Erfahrung diesen Ansatz empfehlen. Es ist keine "damit lösen sich alle deine Probleme"-Methode, sondern lediglich eine Möglichkeit, Lösungen zu finden.

Probleme können dazu führen, dass wir uns bewegungsunfähig fühlen. "Ich fühle mich wie gelähmt", "Ich bin gar nicht handlungsfähig", "Ich habe das Gefühl, mit dem Rücken zu Wand zu stehen".
Gehen bringt uns wieder in Bewegung und löst diese Starre, nicht nur körperlich, sondern auch gedanklich. Gleichzeitig baut Gehen Stresshormone ab, die uns wiederum an kreativem Denken hindern. Durch einfaches Gehen schlagen wir also 2 Fliegen mit einer Klappe! 

Bei Thom Hartmann kommt zusätzlich hinzu, dass Sie sich während des Gehens gedanklich auf das Thema einstimmen. Durch die Aktivierung beider Gehirnhälften werden kreative Prozesse in Gang gesetzt und somit Lösungen möglich.

Um etwas zu verändern, brauchen wir Impulse, sowie eine Balance zwischen bewusster Reflektion und Handeln. Blinder Aktionismus hilft in der Regel ebenso wenig wie bloßes Grübeln.
"Nehmen Sie Ihr Problem und gehen Sie los" ist ein schöner Ansatz, um beides miteinander zu verbinden.

Samstag, 11. Juni 2011

Me,myself and I - Selbstliebe kontra Selbstverliebtheit

Wenn ich mit anderen über Selbstliebe rede, bekomme ich häufig zu hören "ich mag aber keine Leute, die nur an sich denken" oder "mich nervt es, wenn jemand total selbstverliebt ist". Dabei geht es weder um rücksichtslosen Egoismus noch um Prahlerei, sondern darum, sich selber zu akzeptieren und zu respektieren. 

Aus der Akzeptanz und dem Respekt vor eigenen Bedürfnissen, Fähigkeiten und auch Schwächen wächst gleichzeitig ein tieferes Verständnis für andere Menschen. Jemand, der in sich selbst verliebt ist, blendet dagegen sein Umfeld aus und richtet den Schweinwerfer ausschließlich auf die eigene Person. Das macht auf Dauer ziemlich einsam.

Der Grat zwischen gesunder Selbstliebe und nerviger Selbstdarstellung ist schmal.
Dem aktuellen Trend, Bescheidenheit als negativ zu werten, schließe ich mich nicht an. Es gibt genügend bekannte charismatische Persönlichkeiten, denen niemand ihre angenehme Zurückhaltung vorwerfen würde. Trotzdem sind sie extrem präsent und ziehen Menschen in ihren Bann.

Es kommt, wie so oft im Leben, auf das richtige Maß an, eine Balance zwischen Zurückhaltung und selbstbewusster Kommunikation der eigenen Stärken. Wer mit sich im Reinen ist und sich selbst tatsächlich liebt, der kann auch anderen mal das Rampenlicht überlassen, ohne, dass das Ego einen Schaden nimmt.

Samstag, 4. Juni 2011

Tja, so bin ich halt

Diesen Satz haben wir alle schon mal gesagt oder gehört. Es ist eine weitverbreitete und immer wieder beliebte Standardausrede. Wir sind bereits unpünktlich auf die Welt gekommen und es gibt absolut keine Mittel und Wege, dass wir jemals Pünktlichkeit lernen. "Du weißt doch, dass ich immer unpünktlich bin". "Ich kann einfach nicht an Schokolade vorbeigehen", "Ich bin halt eher der chaotische Typ", "Meine Eltern haben mir das so vorgelebt"

Die "so bin ich halt" Einstellung ist für das Umfeld oft sehr frustrierend, denn sie dient als Entschuldigung, sich nicht ändern zu können. Manche ruhen sich darauf einfach aus, während andere vermitteln möchten "Ich würde so gerne etwas ändern, aber ich kann es nicht. Das Verhalten liegt in meinen Genen"
Jeder von uns hat als Erwachsener die Möglichkeit, etwas zu verändern. 
Worum es also wirklich geht, ist die Frage der Motivation.  

Möchte ich überhaupt etwas ändern?  

Ja, ich möchte etwas ändern!
Dann ist die "so bin ich halt"- Einstellung eine echte Bremse, die Sie einschränkt. Wie möchten Sie sich stattdessen verhalten? Was hat Sie bisher gehindert, etwas zu verändern? Wozu ist das bisherhige Verhalten gut?
Sie haben schon mehrfach versucht, ein bestimmtes Verhalten zu ändern, es aber bisher nicht geschafft? Hier kann Unterstützung von außen hilfreich sein, um Stolpersteine aufzudecken.

Nein, im Grunde möchte ich nichts ändern!
Kein Mensch ist in allen Belangen perfekt und jeder von uns hat andere Vorlieben.  Wenn Sie im Moment nichts ändern möchten, dann
stehen Sie dazu. So sind Sie wenigstens ehrlich - zu sich selbst und Ihrem Umfeld!

Sonntag, 1. Mai 2011

Stärke entwickeln durch Alleinsein

Wie viel Zeit Ihres Lebens geben Sie sich Mühe, es anderen recht zu machen? Wie wichtig ist Ihnen die Meinung anderer?
Es anderen recht zu machen, ist anstrengend und meistens ein Teufelskreis. Es wird immer jemanden geben, dem irgendetwas an Ihnen nicht passt.
Dass uns die Meinung anderer wichtig ist, liegt in der Natur der Dinge. Jedes Lebewesen freut sich über Anerkennung.

Wir können uns ablenken, uns in Geschäftigkeit üben, aber letztendlich können wir eines nicht: Uns selber entkommen.
Dabei ist unser eigener Umgang oft nicht der gleiche, den wir uns von anderen wünschen. Wir gehen hart mit uns ins Gericht, wenn etwas nicht klappt, kritisieren unser Aussehen, finden immer etwas an uns auszusetzen.
Kein Wunder, dass viele Menschen keine Lust darauf haben, Zeit mit sich alleine zu verbringen. Wer will das schon in so einer Gesellschaft?

Wenn äußere Ruhe einkehrt, können wir vor unseren inneren Stimmen nicht mehr weglaufen. Aber nicht nur das: Je minimalistischer der Ort ist, an den wir uns zurückziehen, umso mehr lernen wir unsere Fähigkeiten kennen, umso besser kann sich Kreativität entfalten. Wir werden auf das Wesentliche zurückgeworfen, nämlich auf uns selbst.
Das geht nicht von jetzt auf gleich und kann ein vorübergehend anstrengender, aber lohnenswerter Prozess sein.

So verhelfen uns Auszeiten, die wir alleine verbringen, zu innerem Wachstum, Gelassenheit und Sicherheit. Und mit diesen drei Säulen im Gepäck bringt Sie auch im Alltag so schnell nichts mehr aus der Ruhe.

Samstag, 5. Februar 2011

Auch Tiere trauern

Letztens bin ich mal wieder auf einen interessanten Artikel gestoßen, der sich mit dem Thema "Trauer" befasst.
Betrifft Trauer ausschließlich Menschen oder können auch Tiere trauern? Da ich mein Leben mit drei Hunden teile und mir Tiere sehr am Herzen liegen, war ich auf diesen Bericht neugierig. Schon in der Einleitung kann man lesen "Der Verlust von Lebensgefährten trifft Tiere ebenso hart wie Menschen". Und etwas weiter steht dort "Ihren Trennungsschmerz versuchen Affen ähnlich zu lindern wie Menschen: Sie finden Trost bei Verwandten und Freunden [...] Forscher (...) notierten bei den Hinterbliebenen eine Seelenlage, die man nur als Depression beschreiben kann".
Hier geht es zum Artikel: "Wie Tiere um ihre Toten trauern"

Dienstag, 25. Januar 2011

Die Welt um uns herum

Gestern habe ich zufällig einen Artikel im Internet gefunden, der mich sehr berührt hat. Es geht um "Kältegänger" in Köln. Diese Menschen gehen spät abends bei eisigen Temperaturen durch Köln, um Obdachlose mit warmen Getränken, Decken, Kleidung und etwas Nahrung zu versorgen. Das ist für mich gelebte Nächstenliebe: Tatkräftige Unterstützung direkt da, wo sie gebraucht wird, anstatt nur über gute Taten zu reden.

Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie man es bei eiskalten Temperaturen schafft, auf der Straße zu (über-)leben. Da bekommen meine eigenen, alltäglichen Sorgen für mich sofort eine andere Relation.
Was nach diesem Artikel bleibt, ist Nachdenklichkeit, auch über die emotionale Kälte, der Obdachlose oft ausgesetzt sind. Dabei lässt sich schon durch ein paar freundliche Worte Wärme herstellen und das kann jeder von uns leisten!

Hier geht es zum Artikel über die Kältegänger:

Montag, 10. Januar 2011

Keine Reise ohne Ziel

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie möchten verreisen und gehen zum Ticketschalter Ihres Bahnhofs.
Sie: "Ich möchte gerne ein Zugticket kaufen"
Ticketverkäufer: "Wohin möchten Sie denn fahren?"
Sie:" Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht..."


So oder so ähnlich verhält es sich bei vielen Menschen und ihren Lebenszielen. Sie lassen sich vom Leben treiben, überlassen die Entscheidung über den Reiseverlauf dem "Ticketverkäufer". Nur eines machen sie nicht: Ihrem Leben eine Richtung vorgeben.
Aber, nur wer sein Ziel kennt, kann auch ankommen. Wissen Sie, wohin Ihre "Lebens-" reise gehen soll oder überlassen Sie das dem Schicksal?


Ein Ziel zu haben, wirkt motivierend und setzt Kräfte frei! Zu wissen, was man möchte, bedeutet auch zu wissen, was man nicht möchte. Dadurch schärfen Sie Ihr Profil und gleichzeitig Ihr Selbstbewusstsein. Anstatt einer "ist mir egal, entscheide du"- Einstellung übernehmen Sie die Verantwortung für Ihr Leben.

Besonders in Phasen, in denen ein Umbruch bevorsteht oder stattgefunden hat, hilft ein klares Ziel, wieder "auf Kurs" zu kommen und Orientierung zu erlangen. Allerdings gibt es ein paar wichtige Faktoren zu beachten, wenn ein Ziel seine volle Zugkraft entfalten soll: Spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert (SMART). Haben Sie Lust auf einen persönlichen Ziele-Workshop? Am 20ten März 2011 haben Sie die Gelegenheit dazu. Mehr Infos hier.


Sonntag, 2. Januar 2011

Von wegen "immer schön lächeln"

"Du musst das positiv sehen", "denk an was Schönes", "Lächeln macht glücklich"
Solche und ähnliche Sprüche hören wir alle immer wieder. Egal wie schlecht es geht, Hauptsache lächeln, dann wird alles wieder gut!
Aber so einfach ist das nicht. Es gibt Momente im Leben, da ist uns einfach nicht nach Lächeln zumute. Und es fehlt auch die Kraft, an etwas Schönes zu denken oder das Positive an der Situation zu sehen.


Es kommt vielmehr auf eine gesunde Balance an zwischen "negativen" und "positiven" Gefühlen. Sind negative Gefühle wirklich negativ? Sie haben durchaus einen Sinn, sonst würde es sie nicht geben. Alles im Leben hat zwei Seiten und auch unangenehme Gefühle gehören dazu.

Anstatt Gefühle wie Trauer, Wut, Angst oder Neid zu verdrängen und sich ein Lächeln ins Gesicht zu meißeln, halte ich es für sinnvoll, diese Gefühle zu erkennen, sie sich einzugestehen und einen passenden Umgang zu finden. Es ist nicht ratsam, sich von all seinen Gefühlen einfach leiten zu lassen und diese blindlings auszuleben. Sie können einerseits Schaden verursachen, indem wir andere durch unser Verhalten verletzen, aber sie können sich auch verstärken, indem wir uns in eine Negativspirale manövrieren.

Genauso lästig kann es sein, von einem Menschen umgeben zu sein, der ein Dauergrinsen im Gesicht hat und von unangenehmen Dingen nichts wissen will.

Was wirklich zählt, ist mit all dem, was uns ausmacht, im Reinen zu sein und individuell geeignete Wege zu finden, seine Gefühle zu verarbeiten.
Einen interessanten Artikel zu den Gefahren des Gute Laune Zwangs finden Sie hier