Montag, 17. Oktober 2011

Sich selbst verwirklichen

Sich selbst zu verwirklichen, das ist der Wunsch vieler Menschen. Für manche bleibt es beim Wünschen, andere machen sich auf den Weg. 

Es gibt kein "Rezept", wie man sich selber verwirklicht. Es ist vielmehr ein sich selbst Kennenlernen, eine bewusste Reise zum eigenen Kern. Es geht darum, sich ein Umfeld zu schaffen, in dem man aufblühen kann. Ein Umfeld, in dem sich die eigenen Fähigkeiten und Bedürfnisse entfalten können.
Der Prozess der Selbstverwirklichung ist nie zu Ende. Er kann zwischenzeitlich sehr schmerzhaft sein, uns mit verdrängten Gefühlen und Bedürfnissen konfrontieren. Er kann uns vor Augen führen, dass wir jahrelang gegen unsere Natur gelebt haben. Und vielleicht wissen oder spüren wir auch gar nicht mehr, was unsere Natur wirklich ist?

Manchmal ist es ein Buch, das in uns etwas Verborgenes zum Schwingen bringt. Manchmal ist es eine immer größer werdende Unzufriedenheit und manchmal auch ein Schicksalsschlag, der einen Umbruch nach sich zieht. 
Wie schreibt es Hermann Hesse in Narziss und Goldmund über Selbstverwirklichung so treffend: "Dort, wo wir von der Potenz zur Tat, von der Möglichkeit zur Verwirklichung schreiten, haben wir Teil am wahren Sein [...]"
Auch ich habe mich vor ein paar Jahren auf die Reise zu mir selbst begeben, indem ich mein Angestelltenverhältnis gekündigt habe. Seitdem ist Bewegung in mein Leben gekommen, das kurz vor der Stagnation stand.

Wohin mich meine Reise führt?
Ich weiß es nicht, aber ich erkenne inzwischen rechtzeitig die Signale, die mir zeigen, ob ich mich von mir entferne oder bei mir bleibe.

Passend dazu habe ich heute dieses Zitat gelesen: "

Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will"

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