Sonntag, 19. Juni 2011

Im Gehen Probleme lösen

Neulich bin ich auf diesen Buchtitel aufmerksam geworden "Nimm dein Problem und geh los" von Thom Hartmann (englisch:"Walking your Blues away")
Auch ohne das Buch bisher gelesen zu haben, kann ich aus eigener Erfahrung diesen Ansatz empfehlen. Es ist keine "damit lösen sich alle deine Probleme"-Methode, sondern lediglich eine Möglichkeit, Lösungen zu finden.

Probleme können dazu führen, dass wir uns bewegungsunfähig fühlen. "Ich fühle mich wie gelähmt", "Ich bin gar nicht handlungsfähig", "Ich habe das Gefühl, mit dem Rücken zu Wand zu stehen".
Gehen bringt uns wieder in Bewegung und löst diese Starre, nicht nur körperlich, sondern auch gedanklich. Gleichzeitig baut Gehen Stresshormone ab, die uns wiederum an kreativem Denken hindern. Durch einfaches Gehen schlagen wir also 2 Fliegen mit einer Klappe! 

Bei Thom Hartmann kommt zusätzlich hinzu, dass Sie sich während des Gehens gedanklich auf das Thema einstimmen. Durch die Aktivierung beider Gehirnhälften werden kreative Prozesse in Gang gesetzt und somit Lösungen möglich.

Um etwas zu verändern, brauchen wir Impulse, sowie eine Balance zwischen bewusster Reflektion und Handeln. Blinder Aktionismus hilft in der Regel ebenso wenig wie bloßes Grübeln.
"Nehmen Sie Ihr Problem und gehen Sie los" ist ein schöner Ansatz, um beides miteinander zu verbinden.

Samstag, 11. Juni 2011

Me,myself and I - Selbstliebe kontra Selbstverliebtheit

Wenn ich mit anderen über Selbstliebe rede, bekomme ich häufig zu hören "ich mag aber keine Leute, die nur an sich denken" oder "mich nervt es, wenn jemand total selbstverliebt ist". Dabei geht es weder um rücksichtslosen Egoismus noch um Prahlerei, sondern darum, sich selber zu akzeptieren und zu respektieren. 

Aus der Akzeptanz und dem Respekt vor eigenen Bedürfnissen, Fähigkeiten und auch Schwächen wächst gleichzeitig ein tieferes Verständnis für andere Menschen. Jemand, der in sich selbst verliebt ist, blendet dagegen sein Umfeld aus und richtet den Schweinwerfer ausschließlich auf die eigene Person. Das macht auf Dauer ziemlich einsam.

Der Grat zwischen gesunder Selbstliebe und nerviger Selbstdarstellung ist schmal.
Dem aktuellen Trend, Bescheidenheit als negativ zu werten, schließe ich mich nicht an. Es gibt genügend bekannte charismatische Persönlichkeiten, denen niemand ihre angenehme Zurückhaltung vorwerfen würde. Trotzdem sind sie extrem präsent und ziehen Menschen in ihren Bann.

Es kommt, wie so oft im Leben, auf das richtige Maß an, eine Balance zwischen Zurückhaltung und selbstbewusster Kommunikation der eigenen Stärken. Wer mit sich im Reinen ist und sich selbst tatsächlich liebt, der kann auch anderen mal das Rampenlicht überlassen, ohne, dass das Ego einen Schaden nimmt.

Samstag, 4. Juni 2011

Tja, so bin ich halt

Diesen Satz haben wir alle schon mal gesagt oder gehört. Es ist eine weitverbreitete und immer wieder beliebte Standardausrede. Wir sind bereits unpünktlich auf die Welt gekommen und es gibt absolut keine Mittel und Wege, dass wir jemals Pünktlichkeit lernen. "Du weißt doch, dass ich immer unpünktlich bin". "Ich kann einfach nicht an Schokolade vorbeigehen", "Ich bin halt eher der chaotische Typ", "Meine Eltern haben mir das so vorgelebt"

Die "so bin ich halt" Einstellung ist für das Umfeld oft sehr frustrierend, denn sie dient als Entschuldigung, sich nicht ändern zu können. Manche ruhen sich darauf einfach aus, während andere vermitteln möchten "Ich würde so gerne etwas ändern, aber ich kann es nicht. Das Verhalten liegt in meinen Genen"
Jeder von uns hat als Erwachsener die Möglichkeit, etwas zu verändern. 
Worum es also wirklich geht, ist die Frage der Motivation.  

Möchte ich überhaupt etwas ändern?  

Ja, ich möchte etwas ändern!
Dann ist die "so bin ich halt"- Einstellung eine echte Bremse, die Sie einschränkt. Wie möchten Sie sich stattdessen verhalten? Was hat Sie bisher gehindert, etwas zu verändern? Wozu ist das bisherhige Verhalten gut?
Sie haben schon mehrfach versucht, ein bestimmtes Verhalten zu ändern, es aber bisher nicht geschafft? Hier kann Unterstützung von außen hilfreich sein, um Stolpersteine aufzudecken.

Nein, im Grunde möchte ich nichts ändern!
Kein Mensch ist in allen Belangen perfekt und jeder von uns hat andere Vorlieben.  Wenn Sie im Moment nichts ändern möchten, dann
stehen Sie dazu. So sind Sie wenigstens ehrlich - zu sich selbst und Ihrem Umfeld!