Samstag, 30. Oktober 2010

Alleine oder einsam?

Wer nicht von einer Beziehung in die nächste schlittert, sieht sich zwangsläufig damit konfrontiert, häufiger alleine zu sein. Bei vielen Menschen löst schon der Gedanke daran Stress aus und sie versuchen, durch andauernde Aktivität diesen Zustand möglichst gering zu halten. Alleinsein ist erst einmal ein neutraler Zustand, Einsamkeit ist eine Bewertung, die wir diesem Zustand zukommen lassen.

Dabei ist eine Grundlage, um eine glückliche Beziehung zu führen, gut alleine sein zu können. Klingt paradox? Keinesfalls, denn wer gut alleine sein kann, ist mit sich selber im Reinen. Er klammert nicht wie eine Klette an seinem Partner, sondern gesteht beiden Seiten Freiräume zu. Und er geht nicht ständig (faule) Kompromisse ein, weil er Angst vor dem Alleinsein hat.

Wer nicht gut alleine sein kann, sollte sich in kleinen Schritten daran gewöhnen. Der Weg lohnt sich, denn Sie erwartet eine wertvolle Belohnung: Das Gefühl von Ausgeglichenheit, Sicherheit und Unabhängigkeit, die Grundlagen für ein erfüllendes, selbstbestimmtes Leben. Die nächste Beziehung ist dann das Sahnehäubchen, nicht mehr der Tortenboden ;-)

Freitag, 29. Oktober 2010

Loslassen, auch wenn`s wehtut

Mein Haus, mein Auto, mein Pferd, mein Schiff....gehören nach einer Trennung möglicherweise der Vergangenheit an. Aber nicht nur auf materieller Ebene heißt es nach einer Trennung "loslassen". Wir müssen uns auch von gemeinsamen Zukunftsplänen und Träumen verabschieden oder den Status als "Paar" oder "Ehepartner" aufgeben.
Umso verständlicher ist es, dass sich manch ein Getrenntlebender wie im freien Fall fühlt. Nichts ist mehr, wie es wahr und alles verändert sich. 


Der Verlust auf  so vielen Ebenen kann dazu führen, sich mit grundsätzlichen Sinnfragen zu befassen und sein Leben neu zu sortieren. Was ist mir wirklich wichtig? Was möchte ich vom Leben?
Erst einmal heißt es, sich von vergangenen schönen Momenten und Dingen zu verabschieden und dankbar dafür zu sein, dass man sie erfahren durfte. Dieser Prozess braucht Zeit und Geduld, denn Loslassen tut weh und fällt vielen Menschen schwer. 
Etwas loszulassen kann aber auch befreien und erleichtern. Wenn das Eine weicht, folgt etwas Anderes! Und wer weiß, ob Sie das nicht sogar noch mehr erfüllt?