...das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar"
Fast jeder kennt diesen Satz von Antoine de Saint-Exupery.
Was dieser Satz für mich bedeutet, möchte ich Ihnen anhand eines Beispiels aus meinem Leben verdeutlichen.
Ich habe drei Hunde, von denen einer 11 Jahre alt ist. Eine alte Dame mit grauem Schnäuzchen und einem sehr eigenwilligen Kopf. Fine ist hinten ein bisschen "höher gelegt" als vorne und hat viele Macken und Schrammen am Körper.
Als ich Fine zum ersten Mal von 3,5 Jahren gesehen habe, habe ich sie mit meinem Herzen gesehen! Sie war - und ist es bis heute - für mich etwas ganz Besonderes. Es besteht eine tiefe Herzensverbindung zwischen ihr und mir. Ihre Macken, Schrammen, optischen Eigenheiten, all das zeichnet sie aus. Für all ihre schrägen Einfälle liebe ich sie. Fine ist einfach Fine - sie so anzunehmen, wie sie ist, fällt mir leicht!
Wie sieht es mit diesem unverfälschten "Herzensblick" dagegen auf uns selber aus?
Wie oft stehen wir vor dem Spiegel und meckern an uns herum? Wie oft kritisieren wir uns für Missgeschicke? Erkennen wir unsere eigene Einzigartigkeit wirklich an?
In einem Buch habe ich neulich diesen Satz gelesen: "Wir setzen uns für artgerechte Tierhaltung ein und leben selber immer weniger artgerecht. Wir entfremden uns immer mehr von der Natur und uns selbst"
Ja, man sieht nur mit dem Herzen gut, denn dann finden keine Bewertungen oder Abwertungen statt. Diesen wertfreien, warmen Blick sollten wir uns selber gönnen, so oft es geht!
Je herzlicher wir mit uns selber umgehen, umso besser gelingt es uns auch mit anderen.
Je herzlicher wir mit uns selber umgehen, umso besser gelingt es uns auch mit anderen.

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