Sonntag, 11. September 2011

Nicht versuchen, sondern machen!

Stellen Sie sich bitte vor einen Stuhl und nun versuchen Sie bitte, sich hinzusetzen.
"Ich soll versuchen, mich hinzusetzen? Entweder setze ich mich oder nicht"
Genau darum geht es: Sie können es machen oder es lassen. Zu versuchen, etwas zu tun, ist im Grunde nicht möglich.

Unsere Sprache ist trügerisch. Unseren Gedanken werden zu Worten, den Worten folgen Taten. Welche Tat folgt also dem Satz "Ich versuche es?". In den meisten Fällen dient diese Formulierung als Ausrede. "Ich versuche, zu deiner Party zu kommen." Entweder sage ich zu oder ich sage ab oder ich stehe dazu, dass ich mich noch nicht festlegen möchte.
"Ich versuche ab morgen, mehr Sport zu machen". Soso....entweder machen Sie mehr Sport oder nicht. Der Versuch ist eine (Selbst-)Täuschung, die Sie Ihrem Ziel nicht näher bringt, sondern das Vorhaben auf wackelige Beine stellt.

Eine kleine Übung für Ihr Selbst-Bewusstsein: Achten Sie in der nächsten Woche darauf, wie oft Sie von "ich versuche es" sprechen. Überlegen Sie dann, worum es Ihnen wirklich geht.
Wollen Sie etwas machen? Dann planen Sie konkrete (vielleicht auch nur kleine) Schritte und setzen diese um.
Sie wollen es nicht machen? Dann seien Sie sich und dem anderen gegenüber ehrlich und üben sich darin, zu Ihrer Meinung zu stehen.
Sie sind noch unentschlossen und wollen sich nicht festlegen? Was benötigen Sie, um eine Entscheidung zu treffen? Ist es vielleicht die Sorge, der andere könnte  sauer oder enttäuscht über Ihre Antwort sein? Das ist nicht Ihre Verantwortung, bleiben Sie bei sich!

Ihr Leben wird dadurch an Klarheit gewinnen und auch für andere werden Sie greifbarer.

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