"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.
Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Habe Muth, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!"
(Immanuel Kant).
Ich musste den Satz mehrfach lesen und durchdenken, um ihn wirklich zu begreifen.
Jeder von uns würde wahrscheinlich von sich behaupten, unmündig zu sein, aber stimmt das wirklich?
Wenn ich in mich gehe, finde ich durchaus Momente, in denen ich der Ansicht anderer gefolgt bin oder es noch tue - sei es aus Bequemlichkeit oder weil mich z.B. eine Lehre begeistert.
Genau hier ist es aus meiner Sicht aber wichtig, seinen Verstand einzuschalten: Wenn uns etwas in seinen Bann zieht!
Der amerikanische Psychologie, Buddhist und Meditationslehrer Jack Kornfield schreibt in seinem Buch "Das Tor des Erwachens":
"Wir wurden konditioniert, zu Autoritäten aufzublicken und unserem eigenen Körper und unseren eigenen Gefühlen zu misstrauen. Selber zu denken ist verpönt. Also hat man sich daran gewöhnt, denen zu folgen, die es "besser wissen".
Sich jederzeit eine eigene Meinung zu bilden, ist anstrengend und kann unbequem sein. Und es erfordert, wie Immanuel Kant es bereits gesagt hat, Mut.
Um jedoch wirklich ein freies, selbstverantwortliches Leben zu führen, ist dieser Schritt notwendig.
Viele Gurus, Lehrer und Lehren profitieren von der unreflektierten Haltung ihrer Anhänger. Dabei geht es nicht nur um spirituelle oder religiöse Themen, sondern letztendlich um jeden Lebensbereich.
Um mich selber in selbstständigem Denken zu üben, beobachte ich mich sehr genau.
Welche Anschauung, Regel, Wertvorstellung, Lehre etc,. habe ich übernommen, ohne sie genau eigenständig überdacht zu haben?
Dabei stoße ich teilweise auf Konflikte wie z.B. "darf man das wirklich anders sehen?".
Die Antwort, was "richtig" und "falsch" ist, kann sich jeder nur selber geben. Das Denken bleibt Ihnen dabei aber nicht erspart.
Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Habe Muth, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!"
(Immanuel Kant).
Ich musste den Satz mehrfach lesen und durchdenken, um ihn wirklich zu begreifen.
Jeder von uns würde wahrscheinlich von sich behaupten, unmündig zu sein, aber stimmt das wirklich?
Wenn ich in mich gehe, finde ich durchaus Momente, in denen ich der Ansicht anderer gefolgt bin oder es noch tue - sei es aus Bequemlichkeit oder weil mich z.B. eine Lehre begeistert.
Genau hier ist es aus meiner Sicht aber wichtig, seinen Verstand einzuschalten: Wenn uns etwas in seinen Bann zieht!
Der amerikanische Psychologie, Buddhist und Meditationslehrer Jack Kornfield schreibt in seinem Buch "Das Tor des Erwachens":
"Wir wurden konditioniert, zu Autoritäten aufzublicken und unserem eigenen Körper und unseren eigenen Gefühlen zu misstrauen. Selber zu denken ist verpönt. Also hat man sich daran gewöhnt, denen zu folgen, die es "besser wissen".
Sich jederzeit eine eigene Meinung zu bilden, ist anstrengend und kann unbequem sein. Und es erfordert, wie Immanuel Kant es bereits gesagt hat, Mut.
Um jedoch wirklich ein freies, selbstverantwortliches Leben zu führen, ist dieser Schritt notwendig.
Viele Gurus, Lehrer und Lehren profitieren von der unreflektierten Haltung ihrer Anhänger. Dabei geht es nicht nur um spirituelle oder religiöse Themen, sondern letztendlich um jeden Lebensbereich.
Um mich selber in selbstständigem Denken zu üben, beobachte ich mich sehr genau.
Welche Anschauung, Regel, Wertvorstellung, Lehre etc,. habe ich übernommen, ohne sie genau eigenständig überdacht zu haben?
Dabei stoße ich teilweise auf Konflikte wie z.B. "darf man das wirklich anders sehen?".
Die Antwort, was "richtig" und "falsch" ist, kann sich jeder nur selber geben. Das Denken bleibt Ihnen dabei aber nicht erspart.
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