Letztes Wochenende habe ich mich mal
wieder einer neuen Erfahrung gestellt: ich habe an einem Kajakkurs für
Einsteiger teilgenommen.
Das Wetter war auf unserer Seite,
absolut windstill und keine Wellen. Für einen erfahrenen Kajakfahrer ist das
wohl der Höhepunkt an Langeweile ;-)
Für mich dagegen war es ideal, weil ich in Ruhe übers Meer schippern und mich auf die Übungen konzentrieren konnte.
Für mich dagegen war es ideal, weil ich in Ruhe übers Meer schippern und mich auf die Übungen konzentrieren konnte.
Am ersten Tag klappte es super, auch
die Übung, bei der wir uns umkippen lassen mussten, um das Aus- und wieder Einsteigen zu üben.
Am zweiten Tag kam ich dagegen immer
wieder in Situationen, in denen ich ängstlich war. "Was, wenn ich umkippe,
ohne, dass ich mich vorher darauf einstellen konnte? Komme ich dann genauso
flott aus dem Kajak raus?"
Die Unsicherheit saß mit im Boot und hat mich übervorsichtig werden lassen.
Die Unsicherheit saß mit im Boot und hat mich übervorsichtig werden lassen.
Dabei gab es dazu keinen Grund! Wir
alle hatten Schwimmwesten an, der Kajaklehrer war immer in der Nähe, es hätte
also nichts passieren können.
Nach einiger Zeit habe ich mich über meine eigene Ängstlichkeit geärgert. Es ging mir auf den Keks, dass ich so vorsichtig war, anstatt einfach darauf zu vertrauen, dass nichts passieren kann.
Nach einiger Zeit habe ich mich über meine eigene Ängstlichkeit geärgert. Es ging mir auf den Keks, dass ich so vorsichtig war, anstatt einfach darauf zu vertrauen, dass nichts passieren kann.
Aber Ärger ist auch kein guter
Ratgeber, also habe ich mich darauf besonnen, was ich anderen raten würde:
Annehmen, was ist!
Ich habe in diesem Moment
Angst? Gut, dann ist das jetzt gerade so.
Aus Erfahrung weiß ich, wie ich mit so Situationen am besten umgehe.
- Vom unbewussten Gruppendruck des Kurses lösen. Ich bin langsamer als die anderen - na und? Hauptsache ist, ich fühle mich wohl!
- Übungen in kleinste Teile zerlegen und die Abläufe nach und nach üben. Dann erst setze ich die einzelnen Teile zusammen.
- Ich benötige viele Wiederholungen, um mich sicher zu fühlen. Also mache ich lieber weniger Übungen mit und konzentriere mich stattdessen auf ein oder zwei.
- Das Ganze soll mir Spaß machen!
Anstatt in persönlichen Stress zu verfallen, erinnere ich mich daran, dass ich das Ganze mache, um Spaß zu haben. Ich muss niemandem etwas beweisen, ich kann alles so machen, wie es mir guttut!
Nachdem ich mir selber den Druck
genommen habe, ging es mir deutlich besser. Ich hatte Verständnis für meine
Ängste, habe mich nicht weiter verurteilt und stattdessen darauf geachtet, dass
ich mich wohlfühle.
In solchen Momenten kann man übrigens die
inneren Stimmen gut wahrnehmen, wenn man in sich rein hört. Kritiker,
Antreiber, Zweifler,....
Morgen bietet sich mir dazu eine weitere Gelegenheit, dann nehme ich an einer Exkursion der Kajakschule teil: 1,5 Stunden Kajakfahren, 1,5 Stunden spazierengehen.
Zumindest beim Spazierengehen kann es dann nicht heißen "Achtung, Frau über Bord" ;-)
Morgen bietet sich mir dazu eine weitere Gelegenheit, dann nehme ich an einer Exkursion der Kajakschule teil: 1,5 Stunden Kajakfahren, 1,5 Stunden spazierengehen.
Zumindest beim Spazierengehen kann es dann nicht heißen "Achtung, Frau über Bord" ;-)
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